Kritische Fragen
TOBIAS UND FRAUKE TEICHEN, LEITENDE PASTOREN DES ICF MÜNCHEN, BEANTWORTEN HIER EURE FRAGEN!
Immer wieder kommt es vor, dass Menschen verwundert sind, dass Kirchen auch modern sein können. In Deutschland ist es noch nicht so bekannt, dass es neben den beiden großen Landeskirchen auch andere Formen von lebendigen christlichen Gemeinden gibt.
Daher bekommen wir als ICF München immer wieder Fragen zu bestimmten Themen unserer Kirche, die wir hier transparent beantworten.
Ist das ICF München ein Sekte?
Eine Kirche am Puls der Zeit: Statt einem Pfarrer in Talar trifft man in einer Freikirche wie dem ICF den Pastor in Jeans und Sneaker.
Warum begeistert Glaube und Kirche wieder viele Menschen?
Im ICF München schaffen wir ein modernes und lebensnahes Umfeld mit inspirierenden Gottesdiensten, zeitgemäßer Musik, relevanten Predigten und einer herzlichen Atmosphäre.
Willkommen – unabhängig von sexueller Orientierung?
ICF München steht für eine Kultur der Offenheit und des Respekts. Jeder Mensch ist bei uns willkommen – unabhängig von Herkunft, Identität oder sexueller Orientierung.
Was heißt, Finanzen im Einklang mit Gott zu leben?
Als Kirche begleiten wir Menschen in ihrer persönlichen und geistlichen Entwicklung – und dazu gehört auch der Umgang mit Finanzen. Wir glauben: Christlicher Glaube ist eine ganzheitliche Lebensweise – und Finanzen sind Teil davon.
Welche Rolle spielt die Mitarbeit im ICF München?
Ehrenamtliches Engagement ist ein zentraler Teil unserer Gemeindekultur. Bei ICF München hast du die Möglichkeit, deine Zeit sinnvoll einzusetzen, Gemeinschaft zu erleben und etwas zu bewegen
Wie viele Menschen sind Teil von ICF München?
Man muss im ICF München nichts unterschreiben, um Teil der Kirche zu sein. Sind die Menschen, die sich dem ICF München zugehörig fühlen, in ihrem Mitbestimmungsrecht und im Einblick in Strukturen und Finanzen innerhalb der Gemeinde eingeschränkt?
Gibt es im ICF München auch die Beichte?
Seit über 2.000 Jahren gehört es zum Kern des christlichen Glaubens, die eigene Fehlbarkeit anzuerkennen, Schuld vor Gott zu bekennen und sich neu an seinem Weg auszurichten. Dieser Schritt ist freiwillig und persönlich motiviert.
Sexualität ohne Scham? Unsere Antwort auf Purity Culture
Was ist Purity Culture, und hat das ICF München etwas damit zu tun? Sexualität ist für uns ein Geschenk Gottes und kein Tabu, und im ICF geht es um Orientierung, Werte und Gnade statt um Regeln und Scham.
Warum ist es bei uns in der Kirche so dunkel?
Dunkler Raum, Bühnenlicht: Die Atmosphäre im ICF München ist bewusst so gestaltet, damit sich Besucher freier auf Gott einlassen können.
Warum verwenden wir so viele englische Begriffe?
Celebration, Get Free, Impact: Im ICF begegnen einem viele englische Begriffe. Der Grund liegt im Namen, in der internationalen Vision der Bewegung und in dem Wunsch, dass sich Menschen aus allen Nationen zu Hause fühlen.
Unser Umgang mit kritischen Berichten
Nicht jede Kritik braucht eine öffentliche Antwort. Tobias und Frauke Teichen sprechen darüber, wann Schweigen weise ist, warum Konflikte besser persönlich geklärt werden und was das ICF aus Kritik gelernt hat.
IST DAS ICF MÜNCHEN EINE SEKTE?
WIE STEHT IHR DAZU, DASS FREIKIRCHEN ÖFTERS MAL MIT SEKTEN VERGLICHEN WERDEN?
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Was bedeutet „Freikirche“?
Wir verstehen, dass der Begriff „Freikirche“ bei manchen Fragen aufwirft. Freikirchen sind christliche Gemeinden mit eigenständiger Organisation, freier Mitgliedschaft und ohne Kirchensteuer. Beim ICF München gehen wir noch einen Schritt weiter: Bei uns gibt es keine offizielle Mitgliedschaft – sondern eine freiwillige, sogenannte Herzensmitgliedschaft. Jeder ist eingeladen, auf eigene Entscheidung Teil der Gemeinschaft zu werden.
Freiheit statt Zwang
Unser Ziel ist es, Menschen einen authentischen Glauben zu ermöglichen – ohne Druck oder starre Regeln. Transparenz, agile Strukturen und eine offene, herzliche Atmosphäre prägen unsere Kirche. ICF München erfüllt keines der objektiven Kriterien, die seriöse Experten zur Erkennung von Sekten heranziehen.
Glaube, der verstanden wird
Schon Martin Luther empfahl, den Menschen „aufs Maul zu schauen“, also ihre Sprache zu sprechen. Genau das tun wir auch: Unsere Gottesdienste sind modern, lebensnah und verständlich. Es geht nicht um Show, sondern um echten Glauben, der Herz und Alltag berührt.
Ein Ort für Sinnsucher
Wir erleben es immer wieder: Menschen kommen gerne in die Kirche – freiwillig und begeistert. Sie finden bei uns Gemeinschaft, Orientierung und einen Ort, an dem sie ihren Glauben an Jesus Christus entdecken oder vertiefen können. Dabei zählt nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kirchenform, sondern die Beziehung zu Gott selbst.
HIER ERHÄLTST DU EINBLICKE IN UNSERE KIRCHENKULTUR, WER WIR SIND… UND WER WIR NICHT SIND:
Ein wesentliches Merkmal von Sekten ist, dass sie Mitglieder durch Druck, Manipulation oder soziale Kontrolle binden. Beim ICF München gibt es keine Mitgliedschaft, und jeder kann jederzeit ohne Konsequenzen die Kirche wieder verlassen. Es gibt selbstverständlich keinerlei Bestrafung oder gesellschaftliche Ächtung, wenn man nicht mehr kommt, was in sektenartigen Strukturen oft der Fall wäre.
Sekten neigen dazu, sich als die einzige wahre Religion oder Glaubensgemeinschaft darzustellen. Das ICF München sieht sich jedoch als Teil der weltweiten christlichen Kirche und erkennt die Legitimität anderer Konfessionen und christlicher Gemeinschaften ganz klar an. Es gibt keine Lehre, die besagt, dass nur Mitglieder des ICF München „gerettet“ werden oder dass andere Kirchen oder Denominationen falsch oder gefährlich seien.
Sekten arbeiten oft mit geheimen Lehren oder verborgenen Strukturen. Das ICF München hingegen ist in seinen theologischen und organisatorischen Strukturen transparent:
- Die Gottesdienste sind öffentlich zugänglich, und Predigten können online jederzeit kostenlos nachgehört werden.
- Die Finanzen werden offen kommuniziert, und Spenden sind absolut freiwillig. Auf Anfrage gewährt man Einsicht in die Finanzen.
- Es gibt klare Leitungsstrukturen, die nach außen hin nachvollziehbar sind.
Ein wichtiger Punkt ist die Zusammenarbeit mit einer unabhängigen Clearing-Stelle, an die sich jeder wenden kann. Dies schafft ein hohes Maß an Transparenz und ermöglicht eine offene Feedbackkultur.
Ein zentrales Merkmal von Sekten ist es, Mitglieder von ihrem ursprünglichen sozialen Umfeld zu isolieren.
- Beim ICF München wird niemand aufgefordert, den Kontakt zu Familie oder Freunden abzubrechen.
- Das ICF ermutigt Mitglieder, in ihrem beruflichen, gesellschaftlichen und familiären Umfeld aktiv zu sein und ihren Glauben dort authentisch zu leben.
Sekten haben oft eine charismatische Führungsfigur, deren Autorität nicht infrage gestellt werden darf.
Im ICF München gibt es ein Leitungsteam statt einer leitenden Einzelperson.
Das ICF setzt auf das Prinzip der „Dienenden-Leiterschaft“, das bedeutet:
- Führung ist keine Machtausübung, sondern ein Dienst an anderen.
- Leiter werden nicht durch persönliche Machtansprüche bestimmt, sondern durch ihre Bereitschaft zu dienen.
- Es gibt eine gegenseitige Verantwortung innerhalb des Leitungsteams, aber auch aller anderen Teams, um Transparenz und gesunde Feedbackkultur in jede Richtung zu gewährleisten.
- Leiterschaft geschieht auf Augenhöhe und nicht in hierarchischen Strukturen.
Diese Form der Leitung unterscheidet sich klar von sektenhaften Strukturen, die oft auf unantastbaren „Gurus“ oder dominanten Leitern basiert.
Jeder, der im ICF München arbeitet, hat einen Ehrenkodex unterschrieben.
Einige Sekten verlangen von ihren Mitgliedern hohe finanzielle Beiträge oder verpflichten sie, ihr gesamtes Vermögen der Organisation zu überschreiben.
- Beim ICF München sind Spenden freiwillig.
- Es gibt keine Pflichtabgaben oder finanziellen Erwartungen.
- ICF München lebt das biblische Prinzip des Zehnten, das Freikirchen weltweit leben. Der Zehnte wird nicht eingefordert, sondern erfolgt auf absolut freiwilliger Basis. Mehr dazu hier:
Youtube
FAZIT:
DAS ICF MÜNCHEN IST KEINE SEKTE, SONDERN EINE CHRISTLICHE FREIKIRCHE MIT MODERNEN GOTTESDIENSTEN UND EINER EINLADENDEN GEMEINSCHAFT.
Let’s talk about:: Wie erkenne ich christliche Sekten und Verschwörungstheorien? Mit Tobias Teichen (Lead Pastor ICF München) und Dr. Matthias Pöhlmann (Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern) Moderation: Konstantin Fritze
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GLAUBE UND KIRCHE
WAS MUSS MAN MITBRINGEN, UM PASTOR IM ICF MÜNCHEN ZU SEIN? BRAUCHT MAN EIN ABGESCHLOSSENES THEOLOGIESTUDIUM?
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Leidenschaft statt nur Lebenslauf
Unsere Pastorinnen und Pastoren kommen aus ganz unterschiedlichen Hintergründen. Ein Theologiestudium ist möglich, aber keine zwingende Voraussetzung – entscheidend sind Berufung, Charakter und gelebter Glaube.
Ausbildung mit Praxisbezug
Viele unserer Leiter haben eine theologische Ausbildung – sei es durch ein Studium oder durch praxisnahe Schulungsprogramme an anerkannten freikirchlichen Ausbildungsstätten, die speziell auf den Dienst im ICF ausgerichtet sind.
Mehr als nur Pastoren
Mit rund 80 Angestellten beschäftigen wir auch Eventmanager, Worshipleiter, Techniker, Grafiker, Buchhalter u. v. m. Unsere Kirche lebt von vielfältigen Begabungen.
Weiterentwicklung im Fokus
Durch Mentoring, Schulungen und Weiterbildung fördern wir nicht nur Wissen, sondern vor allem die persönliche Reife, die Liebe zu Menschen und die Fähigkeit, den Glauben authentisch und relevant zu vermitteln.
WARUM BEGEISTERT GLAUBE UND KIRCHE WIEDER VIELE MENSCHEN, BESONDERS AUCH JUNGE MENSCHEN, WO DOCH DIE ZAHL DER KIRCHGÄNGER IN DEUTSCHLAND EHER SCHRUMPFT?
Kirche, die junge Menschen begeistert
Viele junge Menschen sind auf der Suche nach Sinn, Gemeinschaft und echtem Glauben. Im ICF München schaffen wir ein modernes und lebensnahes Umfeld mit inspirierenden Gottesdiensten, zeitgemäßer Musik, relevanten Predigten und einer herzlichen Atmosphäre.
Glaube, der das Leben verändert
Unsere Kirche wächst – und das freut uns, weil dadurch mehr Menschen die gute Nachricht von Jesus Christus hören: Seine Liebe, sein Tod und seine Auferstehung. Die Bibel bildet dabei unsere Grundlage – als Gottes Wort für über 2,3 Milliarden Christen weltweit und als eines der einflussreichsten Bücher der Weltgeschichte.
Mitmachen, mitgestalten, mitwachsen
Ob im Technikteam, auf der Bühne, in sozialen Projekten oder Kleingruppen: Junge Menschen bringen sich bei uns aktiv ein, entdecken ihre Begabungen und wachsen persönlich und geistlich. Eltern berichten dankbar von der positiven Entwicklung ihrer Kinder.
Glauben vertiefen – gemeinsam unterwegs
Mit Kleingruppen, Workshops und dem Bible College bieten wir viele Wege, den Glauben tiefer kennenzulernen und echte Gemeinschaft zu erleben. Unser Ziel: eine Kirche, die junge Menschen in ihrer Beziehung zu Gott stärkt und sie ermutigt, ihre Berufung zu entdecken.
WIE UNTERSCHEIDET IHR EUCH VON DER KATHOLISCHEN ODER EVANGELISCHEN LANDESKIRCHE, ABGESEHEN VON DEN RÄUMLICHKEITEN?
Kirche für heute – dynamisch und lebensnah
Als moderne Kirche setzen wir auf persönliche Beziehungen, Flexibilität und gesellschaftliche Relevanz. Starre Strukturen? Gibt es bei uns kaum – dafür Offenheit für Veränderung und echte Begegnungen.
Gottesdienste mit Herz und Kreativität
Unsere Celebrations sind kreativ, interaktiv und zeitgemäß: mit moderner Musik, visuellen Elementen und Predigten, die mitten ins Leben sprechen. Kirche ist für uns mehr als ein Event – sie ist eine Gemeinschaft, die den Glauben im Alltag lebt.
Frei, unabhängig und gemeinschaftlich getragen
Wir sind keine staatlich anerkannte Großkirche, sondern eine freie christliche Bewegung. Unsere Arbeit wird durch freiwillige Spenden getragen – aus Überzeugung und aus Liebe zur Kirche.
SEXUELLE ORIENTIERUNG
SIND WIRKLICH ALLE MENSCHEN WILLKOMMEN UND KÖNNEN SICH UNABHÄNGIG IHRER SEXUELLEN ORIENTIERUNG UNEINGESCHRÄNKT IN DAS GEMEINDELEBEN EINBRINGEN?
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IN DER VISION VON ICF STEHT, DASS MENSCHEN „EGAL, WOHER (SIE) KOMMEN UND WAS IHRE GESCHICHTE IST“, IM ICF EIN ZUHAUSE FINDEN.
Willkommen, wie du bist
ICF München steht für eine Kultur der Offenheit und des Respekts. Jeder Mensch ist bei uns willkommen – unabhängig von Herkunft, Identität oder sexueller Orientierung.
Klare Schutzkonzepte
In bestimmten Bereichen – etwa der Kinder- und Jugendarbeit – gelten besondere Schutzstandards. Hier greifen Bewerbungsverfahren mit erweiterten Führungszeugnissen, um Missbrauch und Übergriffe konsequent zu verhindern. Personen mit entsprechenden Vorgeschichten oder gar Vorstrafen können nicht mitarbeiten.
Verantwortung in Leitungsrollen
Für Leitungsaufgaben erwarten wir einen Lebensstil, der unsere Werte widerspiegelt und auf der biblisch-christlichen Lehre basiert. Dabei geht es uns um Authentizität, Vorbildfunktion und ein respektvolles Miteinander.
IST HOMOSEXUALITÄT AUS SICHT DES ICF ETWAS, DAS GEHEILT WERDEN SOLL UND KANN?
Heilung heißt: Ganzheitliche Wiederherstellung
Im ICF verstehen wir Heilung nicht als Veränderung sexueller Orientierung, sondern als innere Erneuerung. Sie kann Beziehungen, persönliche Verletzungen oder den Glauben betreffen – und findet ihren Ursprung in einer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus.
Sexualität im biblischen Kontext
Die Bibel beschreibt Sexualität als wertvollen Teil der menschlichen Identität – mit Ehe zwischen Mann und Frau als vorgesehenem Rahmen für gelebte Intimität (vgl. 1. Mose 2,24; Epheser 5,31). Diese Sicht teilen Millionen Christen weltweit. Aus dieser Perspektive wird Homosexualität nicht als Teil des biblischen Ideals verstanden.
Unterschiedliche Wege – gleiche Würde
Wir wissen, dass Sexualität ein sensibles Thema ist und Menschen unterschiedliche Lebensgeschichten mitbringen. Egal ob sich jemand der LGBTQ-Community zugehörig fühlt oder nicht – wir glauben, dass jeder Mensch von Gott geliebt ist und auf seiner ganz persönlichen Glaubensreise Heilung, Annahme und Freiheit erleben kann.
Gemeinsam unterwegs
Unser Ziel ist es nicht, Menschen zu bewerten, sondern sie auf ihrer Reise zu Gott zu begleiten. Unsere Gemeinde soll ein Ort sein, an dem jeder wachsen und in seiner Beziehung zu Jesus Christus Schritte gehen kann – in einer Atmosphäre von Respekt, Klarheit und Liebe.
WIE POSITIONIERT SICH DAS ICF MÜNCHEN ZU DEM IM JAHR 2020 IN KRAFT GETRETENEN GESETZ ZUM SCHUTZ VOR KONVERSIONSBEHANDLUNGEN?
Schutz vor Konversionsbehandlungen
Wir begrüßen das Gesetz zum Schutz vor sogenannten Konversionsbehandlungen, das 2020 in Kraft trat. Es ist uns ein Anliegen, dass Menschen vor schädlichen oder manipulativen Eingriffen in ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität geschützt werden. Im ICF München fördern wir einen Glauben, der auf Freiheit, Würde und echter Liebe basiert.
Schutz von Menschenrechten und Vertrauen
Wir unterstützen, dass extrem schädliche Maßnahmen wie Elektroschockbehandlungen oder Hypnose unter Strafe stehen, ebenso wie jede Therapie, die gegen den Willen des Einzelnen durchgeführt wird. Das Gesetz stellt zudem sicher, dass seelsorgerliche Gespräche ohne manipulativen Veränderungsdruck weiterhin möglich sind. Diese Gespräche bieten Menschen einen sicheren Raum, um ehrlich und ohne Angst vor Verurteilung über ihre innersten Themen zu sprechen.
Freiheit zur persönlichen Entscheidung
Freiwillige sexuelle Umorientierung muss jederzeit und in jede Richtung möglich sein.
Vielfalt und Platz für Alle
Im ICF München begegnen wir Menschen mit unterschiedlichsten Lebensgeschichten. Einige haben in der Vergangenheit gleichgeschlechtliche Beziehungen geführt und leben heute in glücklichen heterosexuellen Ehen, während andere ihre homosexuelle Neigung beibehalten oder Teil der Transgender-Community sind. Es gibt auch Menschen, die sich unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung für ein zölibatäres Leben entschieden haben. Für alle diese Menschen gibt es bei uns Platz.
Unser Fokus: Liebe und Akzeptanz
Wir glauben an die Liebe und Akzeptanz, die jeder Mensch verdient. Unser Auftrag ist es, das Evangelium der Liebe Gottes weiterzugeben und eine Gemeinschaft zu schaffen, in der sich jeder Mensch willkommen fühlt.
FINANZEN
WAS HEISST DAS, WENN IHR DAVON SPRECHT, DIE EIGENEN FINANZEN IM EINKLANG MIT GOTT ZU LEBEN?
Finanzen & Großzügigkeit – Ein gelebter Ausdruck von Vertrauen
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Als Kirche begleiten wir Menschen in ihrer persönlichen und geistlichen Entwicklung – und dazu gehört auch der Umgang mit Finanzen. Die Bibel spricht überraschend häufig über Geld: Rund ein Drittel der Gleichnisse Jesu behandeln direkt oder indirekt den Umgang mit Besitz, Großzügigkeit und Verantwortung.
Wir glauben: Christlicher Glaube ist eine ganzheitliche Lebensweise – und Finanzen sind Teil davon.
Biblische Prinzipien statt Druck
Unsere Lehre basiert auf biblischen Prinzipien wie Großzügigkeit, Dankbarkeit und verantwortungsvoller Verwalterschaft. Jeder Mensch ist dabei frei, seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Unsere Haltung ist klar: Kein Druck, keine Manipulation – sondern Ermutigung zu einem gesunden und freien Umgang mit Geld.
Großzügigkeit wird bei uns auch ganz praktisch vorgelebt. So fließen zum Beispiel sämtliche Einnahmen aus den Büchern unseres leitenden Pastors Tobias Teichen zurück in die Gemeindearbeit.
Gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen
Wir beobachten, dass im deutschen Bildungssystem der Umgang mit Geld kaum gelehrt wird. Deshalb bieten wir praktische Hilfe an, z. B. durch Finanz-Workshops, die Grundlagen zu Budgetierung, Sparen oder Schuldenvermeidung vermitteln. Unser Ziel ist es, Menschen zu befähigen, kluge Entscheidungen zu treffen und mit Geld nachhaltig und verantwortungsbewusst umzugehen.
Glaube, der relevant bleibt
ICF München ist eine Kirche, die Glauben zeitgemäß lebt und Jesus Christus ins Zentrum stellt. Unsere Grundlage ist die christliche Bibel sowie das apostolische Glaubensbekenntnis – genau wie in der katholischen oder evangelischen Kirche.
Wir sind Teil des ICF Movements und gehören zur Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), einem Netzwerk von rund 1,3 Millionen Christinnen und Christen aus verschiedenen evangelischen, freikirchlichen und landeskirchlichen Gemeinden. Die Allianz setzt sich aktiv für religiöse Freiheit, soziale Gerechtigkeit und missionarische Arbeit ein.
Kurz gesagt: Wir verstehen Großzügigkeit als Ausdruck von Freiheit – nicht als Pflicht. Unser Anliegen ist es, Menschen zu inspirieren, mit ihren Finanzen im Vertrauen auf Gott zu leben, ohne von materiellem Besitz bestimmt zu sein.
WIE STELLT IHR SICHER, DASS MENSCHEN, DIE SICH DEM ICF MÜNCHEN ZUGEHÖRIG FÜHLEN, SICH NICHT DAZU GEDRÄNGT FÜHLEN, ÜBER IHRE FINANZIELLEN MÖGLICHKEITEN HINAUS ZU SPENDEN?
Freiwillige Spenden aus Überzeugung
Im ICF München wird niemand zum Spenden gedrängt. Jede Spende ist freiwillig, und es wird nicht kontrolliert, ob jemand spendet oder nicht. Unsere Haltung basiert auf dem biblischen Prinzip: „Jeder gebe, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat – nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“ (2. Korinther 9,7).
Biblische Prinzipien und finanzielle Bildung
Als Freikirche, die ohne Kirchensteuer arbeitet, leben wir von der Großzügigkeit derer, die unsere Vision teilen. Das Prinzip des Zehnten ist weltweit in vielen christlichen Gemeinden verbreitet und wird durch verschiedene Bibelstellen gestützt (z.B. 1. Mose 14,18–20; Maleachi 3,8–10). Gleichzeitig erkennen wir, dass viele Menschen, besonders junge Leute, oft wenig finanzielle Bildung haben. Dem begegnen wir mit Finanz-Workshops, die nachhaltige, verantwortungsvolle Umgangsweisen mit Geld vermitteln.
Die Freude am Geben
Geben ist nach der Bibel seliger als Nehmen (Apostelgeschichte 20,35). Auch Studien belegen, dass regelmäßiges Spenden das Glück steigert und gesundheitsfördernde Effekte hat, wie z.B. einen niedrigeren Blutdruck und ein stärkeres Immunsystem (Prof. Stephen Post). Arthur C. Brooks von Harvard zeigte in Studien, dass Spender finanziell oft erfolgreicher sind – nicht trotz, sondern wegen des Gebens.
„Effective Altruism“ und biblische Werte
Die „Effective Altruism“-Bewegung empfiehlt, 10 % des Einkommens zu spenden, um möglichst viel Gutes zu bewirken. Interessanterweise stimmen diese Prinzipien mit den biblischen Werten überein und fördern nicht nur Gutes in der Welt, sondern auch persönliche Freiheit im Umgang mit Finanzen.
WELCHE FINANZIELLEN BEITRÄGE LEISTET DAS ICF MÜNCHEN AN DAS ICF MOVEMENT?
Der Movement-Beitrag
ICF München leistet einen Beitrag an den eigenständigen Verein „ICF Movement“ mit Sitz in Zürich, der 3,5% des freien Jahresspendenaufkommens beträgt. Dieser Beitrag unterstützt zentrale Aufgaben wie die Entwicklung von Websites für alle Gemeinden, Coaching für Pastoren, Fortbildungsangebote und die Koordination von Kirchengründungen.
Eine gemeinschaftliche Investition
Das ICF Zürich leistet diesen Beitrag ebenso wie alle anderen ICFs weltweit. So wird eine nachhaltige Infrastruktur für die globale Bewegung geschaffen. Im übrigen setzen viele andere große christliche Organisationen, Unternehmen und soziale Werke auf ein ähnliches Modell.
Freiwillige Zusammenarbeit für eine größere Vision
Der Movement-Beitrag basiert auf freiwilliger Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Engagement für eine größere Vision. Wir verstehen ihn als Investition in das langfristige Wachstum und die Vernetzung unserer globalen Gemeinschaft.
MITARBEIT
WELCHE ROLLE SPIELT DIE MITARBEIT IM ICF MÜNCHEN?
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Ehrenamt mit Sinn
Ehrenamtliches Engagement ist ein zentraler Teil unserer Gemeindekultur. Bei ICF München hast du die Möglichkeit, deine Zeit sinnvoll einzusetzen, Gemeinschaft zu erleben und etwas zu bewegen. Wir bieten Menschen eine wertvolle Alternative zu der bei der jungen Generation oft eher digitalen Freizeitgestaltung – und Raum, um sich selbst und ihre Gaben neu zu entdecken.
Deine Stärken entfalten
Du möchtest dich einbringen? Ob Musik, Technik, Organisation oder Gebet – bei uns findest du viele Möglichkeiten, dein Talent zu leben. Programme wie die School of Ministries oder unsere Leadership Workshops unterstützen dich dabei, deine Fähigkeiten weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen.
WIE WIRD SICHERGESTELLT, DASS EHRENAMTLICHE NICHT ÜBERLASTET WERDEN?
Engagement im richtigen Maß
Uns ist wichtig, dass dein Einsatz zu deiner Lebensphase passt. In regelmäßigen Gesprächen mit unserem Team schauen wir gemeinsam, ob dein Engagement für dich stimmig ist – und greifen ein, wenn es zu viel wird. Für uns gilt selbstverständlich: Menschen zu schützen ist wichtiger als der Fortschritt der Gemeinde.
Einer der größten Ehrenamtsträger Münchens
Mit großer Dankbarkeit können wir sagen: ICF München zählt – neben der Freiwilligen Feuerwehr – zu den größten ehrenamtlichen Trägern der Stadt. Im Jahr 2024 engagierten sich über 1.500 Ehrenamtliche in unterschiedlichsten Bereichen. Ohne dieses Herzblut wäre unsere vielfältige Arbeit in Kinder- und Jugendarbeit, Familien- und Ehebegleitung, sozialen Projekten und vielem mehr nicht möglich. Dabei achten wir darauf, dass jede und jeder sein Engagement frei und nach persönlichen Interessen wählen kann. Aufgaben werden klar kommuniziert und so verteilt, dass niemand überfordert wird.
Raum für Entwicklung
Wir lernen ständig dazu. Besonders in Bereichen wie Kids- und Jugendarbeit haben wir Strukturen weiterentwickelt, um eine gesunde Balance zu schaffen. Bei ICF München darfst du gerne auch „Nein“ sagen – und wir unterstützen dich dabei, deine eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu wahren.
Eine bereichernde Erfahrung
Trotz aller Achtsamkeit kann Engagement herausfordernd sein. Deshalb fördern wir bewusst eine Kultur der Fürsorge – durch Schulungen, Gespräche und eine offene Haltung. Wir wollen, dass dein Einsatz bei ICF München dich stärkt – und nicht auslaugt.
MITGLIEDSCHAFT
SIND DIE MENSCHEN, DIE SICH DEM ICF MÜNCHEN ZUGEHÖRIG FÜHLEN, IN IHREM MITBESTIMMUNGSRECHT UND IM EINBLICK IN STRUKTUREN UND FINANZEN INNERHALB DER GEMEINDE EINGESCHRÄNKT?
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Wie viele Menschen sind Teil von ICF München?
Ehrenamt mit großer Wirkung: Rund 1.500 Menschen engagieren sich derzeit ehrenamtlich im ICF München – damit gehören wir zu den größten ehrenamtlich getragenen Organisationen der Stadt. Ohne dieses freiwillige Engagement wäre unsere Arbeit in dieser Form nicht möglich.
Tausende feiern gemeinsam Gottesdienst
Jeden Sonntag besuchen rund 4.100 Menschen die Gottesdienste des ICF München – vor Ort in München City, in unseren Standorten in Augsburg, Freising, Passau und Starnberg sowie online über Livestream in unseren Micro Churches oder von zu Hause aus.
Willkommen – ganz ohne Verpflichtung
Bei ICF München bist du willkommen, so wie du bist – ganz ohne Mitgliedschaft oder formale Verpflichtungen. Du brauchst keinen Vertrag zu unterschreiben oder finanzielle Verantwortung zu übernehmen, um Teil unserer Kirche zu sein. Auch wenn du irgendwann nicht mehr kommen möchtest, musst du dich nicht abmelden. Unsere Haltung ist bewusst anders als in traditionellen Kirchenmodellen.
Unsere Wurzeln – inspiriert von der ersten Kirche
Unsere Vision und Struktur orientieren sich an der frühen Kirche, wie sie in der Bibel beschrieben ist: lebendig, nahbar, gemeinschaftlich. Dabei setzen wir auf Flexibilität, Eigenverantwortung und eine Kultur des Vertrauens.
Klarheit bei den Finanzen
Finanzielle Transparenz ist uns ein großes Anliegen. Alle unsere Finanzen werden extern geprüft – durch unabhängige Experten und ein Gremium, das auch über die Gemeinde hinausblickt. So stellen wir sicher, dass Spendengelder verantwortungsvoll eingesetzt werden.
Offen und nachvollziehbar
Jedes Jahr veröffentlichen wir einen umfassenden Jahresbericht mit allen Einnahmen, Ausgaben und der finanziellen Entwicklung von ICF München. Der Bericht ist für alle einsehbar – online oder auf Anfrage. Wer tiefere Einblicke erhalten möchte, kann sich jederzeit persönlich bei uns melden.
Entscheidungen, die bewegen – nicht bremsen
Unsere Leitungsteams arbeiten schnell und flexibel. Ehrenamtliche und Mitarbeitende können eigenständig gestalten und mitentscheiden. Kreative Ideen sollen nicht durch langwierige Versammlungen ausgebremst werden – wir wollen, dass Dinge ins Rollen kommen.
Kirche, die Freiheit schenkt
ICF München ist eine große Gemeinschaft mit vielen engagierten Menschen. Damit alles gut funktioniert, braucht es Struktur – aber ohne starre Regeln. Wer sich zugehörig fühlt, kann mitgestalten: in Kleingruppen, Teams, Events oder Projekten. Du entscheidest, wie du dich einbringen willst.
BEICHTE / GET FREE
GIBT ES IM ICF MÜNCHEN AUCH DIE BEICHTE?
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Freiheit finden – durch Reflexion und Vergebung
Seit über 2.000 Jahren gehört es zum Kern des christlichen Glaubens, die eigene Fehlbarkeit anzuerkennen, Schuld vor Gott zu bekennen und sich neu an seinem Weg auszurichten. Dieser Schritt ist freiwillig und persönlich motiviert. Vergebung und echte Freiheit – das ist es, was Gott jedem Menschen anbietet. Auch das „Vaterunser“ erinnert uns daran: „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“
Get Free
Das Get-Free-Seminar ist ein Angebot für alle, die ihren Glauben vertiefen und persönliche Themen reflektieren möchten. Mithilfe von Fragebögen und Impulsen hast du die Möglichkeit, ehrlich auf dein Leben zu schauen – ganz in deinem Tempo und unter deiner Kontrolle.
Vertraulich und selbstbestimmt
Was du aufschreibst, bleibt nur bei dir. Deine Notizen und Unterlagen werden weder weitergegeben noch archiviert – sie gehören ausschließlich dir und werden am Ende von dir selbst vernichtet. Du entscheidest, was du teilst und was nicht.
Persönliche Begleitung
In einem vertraulichen Gespräch kannst du deine Gedanken mit einem Beichtpartner teilen – wenn du das möchtest. Diese Begleiter haben das Seminar selbst durchlaufen und wurden vom pastoralen Team sorgfältig vorbereitet und begleitet.
Orientierung durch die Zehn Gebote
Die Zehn Gebote sind mehr als alte religiöse Regeln – sie haben unser ethisches Denken und viele Grundwerte unserer Gesellschaft geprägt. Beim Get-Free-Seminar dienen sie als moralische Richtschnur für persönliche Reflexion.
Raum zur persönlichen Auseinandersetzung
Ziel von Get Free ist es, Menschen zu helfen, innere Blockaden zu erkennen und im Glauben weiterzukommen. Die gestellten Fragen sind kein Muss, sondern ein Angebot: Sie laden dazu ein, über belastende Themen oder ungelöste Lebensbereiche nachzudenken – freiwillig und in deinem eigenen Tempo.
Du entscheidest, was du teilen möchtest
Es gibt keine Verpflichtung, etwas aufzuschreiben oder zu erzählen. Alles bleibt in deiner Hand. Du bestimmst, welche Fragen du für dich beantworten willst und welche Themen du überhaupt anschaust.
Eine persönliche Reise – kein öffentliches Bekenntnis
Get Free ist keine Bühne, sondern ein sicherer Raum. Es geht nicht um äußeren Druck, sondern um deine eigene, stille Auseinandersetzung mit dem, was dich bewegt – im Vertrauen auf einen Gott, der vergibt und befreit.
WAS PASSIERT, WENN TEILNEHMER EIN TRAUMA ERLEBT HABEN UND DIE ERINNERUNG AN DAS TRAUMA WÄHREND DES GET FREES AN DIE OBERFLÄCHE KOMMT?
Achtsam mit sensiblen Themen
Uns ist bewusst: Themen wie Traumata sind sensibel und komplex. Die Get-Free-Seminare bieten Raum zur persönlichen Reflexion und geistlichem Wachstum – sie ersetzen jedoch keine therapeutische oder psychologische Behandlung.
Keine Therapie – aber ein sicherer Rahmen
Wir verstehen unser Angebot als Ergänzung, nicht als Alternative zu medizinischer oder psychologischer Betreuung. Menschen mit tiefergehenden seelischen Verletzungen ermutigen wir, sich an professionelle Beratungsstellen – z. B. der Landeskirchen – oder Therapeuten zu wenden.
Schutz und Verantwortung
Um Missbrauch jeglicher Art vorzubeugen – ob geistlich, seelisch oder körperlich – haben wir eine unabhängige Ombudsstelle eingerichtet. Sie steht allen offen, auch schon im Verdachtsfall. Wir wollen, dass sich jeder sicher und ernstgenommen fühlt.
Hoffnung, die trägt
Der Glaube an Jesus Christus steht für Hoffnung und Veränderung. Viele erleben durch ihn neue Freiheit. Als Kirche dürfen wir Teil dieses Weges sein – aber mit klarem Bewusstsein für unsere Grenzen und die Verantwortung, die wir tragen.
PURITY CULTURE
SEX, SCHAM & GLAUBE
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Was ist Purity Culture?
Purity Culture ist eine Bewegung, die in den USA entstanden ist und Sexualität vor allem von der moralischen Seite betrachtet. Im Mittelpunkt steht die Idee, dass Sexualität in die Ehe gehört und dass sich junge Menschen dazu verpflichten. Diese Zielsetzung kann durchaus gute Beweggründe haben. Kritik gab es vor allem an der Art und Weise: In einem religiösen Umfeld, in dem Regeln im Vordergrund stehen, entstand oft das Gefühl, schlecht zu sein, wenn man sie nicht einhält. Viele empfanden Sexualität dadurch als etwas Böses oder Schmutziges, was zu einem verklemmten und ungesunden Umgang damit geführt hat.
Druck, Kontrolle und Übergriffigkeit
Menschen, die diese Kultur erlebt haben, berichten, dass sie sich kontrolliert und unter Druck gesetzt fühlten. Manche empfanden es als übergriffig, dass über ihre Intimität bestimmt wurde. Statt Mündigkeit zu fördern, passierte teilweise das Gegenteil. Wo kirchliche Strukturen solche Dynamiken verstärken, entsteht im schlechtesten Fall eine Kultur, die mit der Kultur Gottes nichts mehr zu tun hat. Eine mögliche Folge davon ist auch, dass über Sexualität gar nicht mehr gesprochen wird.
Wie geht das ICF München mit Sexualität um?
Im ICF München ist es genau umgekehrt: Sexualität ist ein wichtiges Thema, weil sie ein Geschenk Gottes ist, in dem es viel zu entdecken gibt. Ein Beispiel dafür ist die jährliche Paarkonferenz „AmoreXperience”, bei der Tausende Paare dabei sind. Dort wird natürlich und ohne Scham oder komischen Beigeschmack über Sexualität gesprochen. Der Wunsch ist, dass Sexualität bei den Menschen aufblühen kann. Dazu gehören Fragen wie: Wie funktioniert das eigentlich? Wie kann es gelingen? Was hat sich Gott dabei gedacht?
Ist Sexualität etwas Böses?
Sexualität an sich ist nichts Böses. Sie ist eine wunderbare Erfindung Gottes, vergleichbar mit Feuer: In der Feuerstelle schenkt es Wärme und Leben, außerhalb davon kann es ein ganzes Haus zerstören. Sexualität hat deshalb auch Abgründe: Missbrauch, Verletzungen, Frust und Fragen wie „Bin ich schön?” oder „Bin ich geliebt?”. All das gehört zum Thema und verdient ehrliche Aufmerksamkeit. Gott ist dabei nicht schamhaft. Das Hohelied der Bibel feiert die erotische Liebe offen und ist das Gegenteil einer verklemmten Kultur. Die entscheidende Frage ist, wie ein wertschätzender, respektvoller und liebevoller Umgang mit Sexualität aussehen kann.
Wenn ich mich verurteilt fühle
Manchmal fühlen sich Menschen durch das, was auf der Bühne gesagt wird, verurteilt, besonders wenn sie selbst anders gelebt haben. Dafür gibt es zwei Gedanken: Die Bibel sagt „Prüft alles, das Gute behaltet”. Niemand muss alles, was im ICF gesagt wird, als tausendprozentig richtig annehmen. Es geht darum, sich inspirieren zu lassen, zuzuhören und Dinge wirken zu lassen, ohne Druck oder Anklage. Außerdem ist die Bibel nicht dazu da, zu verurteilen, sondern um Orientierung zu geben. Jesus bringt Licht in die Dunkelheit und schenkt Heilung, Veränderung und Wiederherstellung. Es geht nicht darum, „schlimm” zu sein, sondern darum, Dinge im eigenen Leben zu entdecken und mit Gottes Hilfe anders zu leben.
Ein geschützter Rahmen zum Reden
Im ICF soll jeder Mensch willkommen sein, egal was er bisher erlebt hat. Gleichzeitig wird über biblische Prinzipien gesprochen. Beides gehört für das ICF zusammen. Menschen berichten, dass sie hier einen geschützten Rahmen erlebt haben, in dem sie offen und ehrlich über alle Themen sprechen konnten, ohne verurteilt zu werden. Für manche hat das ihr Leben, ihre Beziehungsfähigkeit und ihre Ehe positiv verändert.
Warum wird auch über schwierige Themen gesprochen?
Wie in einer Familie sollen auch in der Kirche Themen angesprochen werden, die die Menschen ohnehin beschäftigen und die in den Medien ständig präsent sind. Ein Beispiel ist Selbstbefriedigung. Die Bibel sagt: Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient. Hilfreich ist die Frage nach den „Früchten”: Führt etwas in eine erfüllende Sexualität mit einem Partner, oder eher in Isolation und Sucht? Werden Dinge kompensiert, die man an der Wurzel angehen sollte? Die Antwort ist weder „nie” noch „immer”, sondern: Was dient mir zum Besten, und wie blühe ich auf? Dabei ist wichtig, dass jeder aus eigener Überzeugung entscheidet und nicht, weil ein Pastor es sagt oder weil man grundsätzlich dagegen ist.
Keine Regeln, sondern Werte und Überzeugungen
Im ICF gibt es keine Regeln, sondern Werte und Überzeugungen. Es geht nicht darum, dass alle gleichgeschaltet sind. Die Gebote der Bibel sind dazu da, dass Menschen leben und aufblühen. Deshalb wird immer das „Why behind the What” erklärt: Was steckt eigentlich hinter einer Sache? Die Frage lautet nicht „Gehört sich das?”, sondern „Warum ist das so?”. So kann auch ein Blick auf die Hintergründe zeigen, dass Sexualität nicht nur für mich selbst da ist, sondern ein Geschenk, mit dem man jemand anderem Freude machen kann.
Gnade statt Perfektion
Es geht nicht darum, ein perfekter Mensch zu sein. Jesus ist für alle gestorben, auch für die Momente, in denen man das Richtige weiß und trotzdem das Falsche tut. Gott schenkt Orientierung und zugleich Zugang zu Vergebung und Veränderung. Das entlastet, auch die Leiter, die selbst Vergebung und Veränderung brauchen. Eine Angst- und Schamkultur dagegen verhindert Ehrlichkeit und hält Menschen davon ab, zu Gott zu kommen. Jesus lebte eine andere Kultur vor: bedingungslose Liebe, bei der man ehrlich sein kann, verbunden mit Wahrheit und Orientierung.
Selbstkritisch bleiben
Das ICF will immer wieder ehrlich hinschauen, ob die gelebte Kultur wirklich eine Gotteskultur ist und nicht in eine Purity Culture im schlechten Sinn abrutscht. Dazu gehört, Leiter gut zu schulen, damit sie nicht religiös oder überkritisch werden. Wo es etwas zu lernen gibt, will man lernen. Zum Thema Sexualität gibt es das Buch „Love,Sex,God” sowie viele Predigten und Podcasts.
WARUM IST ES IN DER KIRCHE SO DUNKEL?
WENIGER ABLENKUNG, MEHR PRIVATSPHÄRE
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Das Gebäude
Ein Teil der Erklärung ist praktisch: Der Gottesdienstraum liegt im Untergeschoss und ist eher wie eine Disco aufgebaut, ohne Tageslicht. Das ist aber nicht der einzige Grund.
Weniger Ablenkung
Besonders für Menschen, die zum ersten Mal kommen oder im Glauben noch am Anfang stehen, kann ein sehr heller Raum überwältigend sein. Bei hellem Licht schaut man automatisch herum und wird abgelenkt: Wer hebt die Hände, wer kniet, wer weint?
Freiraum für eigene Emotionen
Wenn Menschen im Gottesdienst Gott begegnen, kommen oft Emotionen hoch: Dankbarkeit, Tränen, Berührung. In einem abgedunkelten Raum fühlt sich niemand beobachtet und kann freier damit umgehen. Das Licht ist deshalb keine reine Show, sondern lenkt den Fokus auf die Bühne.
Offen für Veränderung
Bei einem eigenen Gebäude würde das ICF Tageslicht an den richtigen Stellen einplanen, auch im Gottesdienstraum, und ihn trotzdem punktuell abdunkeln. Solange die Dunkelheit den Menschen dient, bleibt sie, und wenn sich das ändert, wird es angepasst.
WARUM VERWENDEN WIR SO VIELE ENGLISCHE BEGRIFFE?
WIESO HEIßT ES IM ICF CELEBRATION STATT GOTTESDIENST?
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Der Name ist Programm
ICF steht für „International Christian Fellowship” und ist von Anfang an international ausgerichtet. Die Bewegung begann in der Schweiz und ist heute von Kambodscha über Brasilien bis nach Deutschland aktiv.
Eine Kirche für alle Nationen
Das Ziel ist, Menschen aller Nationen zu erreichen, ohne dass dabei Subkulturen entstehen, also eine afrikanische, eine deutsche und eine russische Kirche nebeneinander. Stattdessen soll sich alles mischen. Deshalb werden die Gottesdienste in viele Sprachen übersetzt.
Englisch als gemeinsame Sprache
In Deutschland ist Englisch die Sprache, auf die man sich bei internationalen Gruppen am ehesten einigen kann. Viele englische Wörter werden besonders von der jungen Generation längst selbstverständlich verwendet und sind schnell verständlich, zum Beispiel „Impact”. Auch die offizielle Sprache der ICF-Bewegung ist Englisch, deshalb lernen die Pastoren die Sprache bewusst.
Du darfst es nennen, wie du willst
Niemand muss die Begriffe übernehmen. Man kann statt „Celebration” auch Gottesdienst sagen, statt „Small Group” Kleingruppe und statt „Team” Mitarbeitskreis. Wichtig ist, dass Menschen schnell zusammenfinden. Die englischen Begriffe sind also keine Show, hinter jedem steht ein „Why behind the What”.
UNSER UMGANG MIT KRITISCHEN BERICHTEN
WIE REAGIERT DAS ICF AUF KRITIK?
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Nicht jede Kritik braucht eine Antwort
Nicht jedes Missverständnis muss öffentlich geklärt werden. Entscheidend ist die Frage, ob eine Antwort angemessen ist und Heilung bringt oder eher zur Eskalation führt. Schweigen bedeutet nicht, wegzulaufen, sondern kann mit Disziplin und Selbstreflexion zu tun haben. Auch Jesus schwieg vor Gericht, obwohl er unschuldig war. Es gibt aber keinen allgemeingültigen Weg: Immer schweigen oder immer reden funktioniert nicht, es braucht Weisheit.
Konflikte persönlich klären
Hinter jedem kritischen Bericht steckt meist eine persönliche Geschichte. Deshalb sollen Konflikte zuerst unter vier Augen geklärt werden, bei Bedarf mit einer dritten oder vierten Person dazu. Nicht alles gehört in die breite Öffentlichkeit. Das ICF bietet auch nach einem Bericht Gespräche an, zum Beispiel mit Journalisten oder mit Menschen, die verletzt wurden. Die Erfahrung zeigt: Auf der Herzensebene sind oft tiefe, ehrliche Begegnungen möglich. Ob jemand das Gespräch möchte, ist freiwillig.
Subjektive Wahrheiten
In Konflikten gibt es oft sehr unterschiedliche Wahrnehmungen, ähnlich wie bei einer Scheidung. Wenn beide Seiten öffentlich ihre Sicht darstellen, hat am Ende niemand Recht, und die Verletzung wird eher größer.
Balken und Splitter
Nach dem Prinzip von Jesus schaut das ICF zuerst auf den eigenen „Balken”, bevor es den „Splitter” beim anderen sieht. Selbst bei einer als unfair empfundenen Kritik fragt das Leitungsteam, was es daraus lernen kann.
Was aus Kritik entstanden ist
Aus Feedback und Lernbereitschaft sind in den letzten 30 Jahren konkrete Strukturen entstanden:
- eine unabhängige Ombudsstelle für Beschwerden und Vorwürfe,
- die Zusammenarbeit mit einer externen Stelle für Kinderschutz,
- ein Ehrenkodex, den jeder Angestellte unterschreibt.
Menschen lieben statt Recht haben
Das Ziel ist nicht, öffentlich zu diskutieren, wer Recht hat, sondern Menschen zu lieben, Konflikte zu klären und gemeinsam weiterzukommen.
Clearing Stelle
“Diese Kirche ist eine Familie, die von bedingungsloser Liebe, Zusammenhalt und dienender Leiterschaft geprägt wird.”
Unser Streben nach diesem Ideal aus unserer Vision, kann durch Konflikte und Machtmissbrauch untergraben werden. Darum wollen wir ungesunde Entwicklungen frühzeitig erkennen und angehen. Aus diesem Grund haben wir uns als ICF entschieden, eine unabhängige, externe und weisungsfreie Clearing-Stelle (Ombudsstelle) zu beauftragen und einzusetzen.
Wenn du Fragen zu dem Thema hast, dann schreib uns gern!